Lebensbaum 1

 

Als ich an diesem Oktobertag von meiner wöchentlichen Therapiesitzung nach Hause kam, war ich besonders niedergeschlagen. Erst jetzt schien mir bewusst geworden zu sein, was da noch tief in meinem Inneren hervorgeholt werden müsste. Nur mit Angst konnte ich daran denken. Ich setzte mich an meine Staffelei und hörte mir eine Meditationskassette von Dr. Freitag an. Sie ließ mich meine Mitte finden und das Unterbewusstsein aktivieren.


Der Tinnitus verhielt sich dabei still, wie er das meist tat, wenn ich malte.
So entstand mein "Lebensbaum". Ich brauchte dafür keine Vorzeichnung. Es kam mir vor, als würde der Pinsel meine Hand führen. War das möglich? Ich ließ es zu.
Die Äste meines Lebensbaumes sind auf der rechten Seite stärker ausgeprägt und vielfältiger verzweigt. Sie neigen sich der untergehenden Sonne zu. Die Wurzeln stecken tief in der Erde. Niemand soll sie sehen.


Ich war nicht gewillt, viel von meinem Inneren preiszugeben, auch meinem Therapeuten gegenüber noch nicht.
Einen "Aus-Weg" kann man im Bild nur mit Mühe erkennen. Die dunklen Farben erschweren die Suche.

     

 

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